Bereits bei den ersten im März bis zu den letzten wärmenden Sonnenstrahlen im Oktober nutzen viele HamburgerInnen die Gelegenheit und sitzen am Liebsten draußen. Sollte die Luft noch etwas kühl sein, warm angezogen oder eingekuschelt in – vielfach von Lokalitäten gerne zur Verfügung gestellten – wärmende Decken.

Gerne sitzt man draußen vor Cafés und Bars an Alster und Elbe sowie in beliebten Straßen. Oder eben hoch über den Dächern der Stadt. Und genießt die Schönheit Hamburgs von oben – bei einem Latte Macchiato, einer Weinschorle oder anderem.

 

2 Tipps für Dich – Hamburg entspannt von oben erleben!

 

Heaven’s Nest

Vor und nach dem Musical- oder Theaterbesuch, nach der Arbeit zum Afterwork, vor dem Kiezbummel oder einfach zu anderen Gelegenheiten kannst Du hier eine phantastische Aussicht von der Speicherstadt über den Michel auf den Hafen und den Fischmarkt genießen. Und Dich bei einem Ausblick im Westen über die Reeperbahn und Altona bis hin zu den grünen Bergen von Blankenese entspannt wohlfühlen.

Pudelwohl | Wohlfühlen | Hamburg | von oben | Heaven's Nest Hafen Pudelwohl | Wohlfühlen | Hamburg | von oben | Heaven's Nest Reeperbahn

Ursprünglich mal als Raucherbereich für die darunter liegende Cloud Bar gedacht, befindet sich erst seit 2013 hoch oben auf den Tanzenden Türmen die 235 qm große Rooftop-Bar Heaven’s Nest.

Leider nur bei gutem Wetter geöffnet, denn Regenschirme und Markisen findet man hier nicht. Im 24. Stock und in über 100 Metern Höhe wären diese trotz der 4 Meter hohen und vor normalem Hamburger Wind schützenden Rundumverglasung bei mit schlechtem Wetter einhergehenden Fallwinden und Böen einfach zu gefährlich. Selbst größere Schirme müssten trotz Bodenverankerung vermutlich von mehreren kräftigen HamburgerInnen am Wegfliegen gehindert werden. Um nicht anschliessend gar mit Elbmöwen und Tauben sowie Tüchern und Schals der BesucherInnen über der Reeperbahn um die Wette zu segeln.

Aufgrund aktuell großer Beliebtheit empfiehlt sich die Ankunft möglichst vor 19.00 Uhr. Um noch einen schönen Sitzplatz zu ergattern. Und um nicht bereits unten in einer langen Schlange vor den beiden Hochgeschwindigkeit-Fahrstühlen länger warten zu müssen. Gerade auch wenn es etwas voller wird, achtet das Personal bereits unten auf angemessene Kleidung. Etwas schicker bzw. casual elegant wird gerne gesehen, allzu sportliche Bekleidung eher nicht.

Pudelwohl | Wohlfühlen | Hamburg | von oben | Heaven's Nest Toilette Pudelwohl | Wohlfühlen | Hamburg | von oben | Heaven's Nest Sonnenuntergang

Das Publikum ist unter der Woche besonders in den frühen Abendstunden sehr gemischt. HamburgerInnen und Touristen, Familien mit Kindern und Hund, aneinander gekuschelt Pärchen, Geschäftsleute und Musicalbesucher in Abendgarderobe. Bis hin zu den süßen beiden älteren Damen, welche sich noch sehr gut an den Ausblick vom – nun schon seit 2001 geschlossenen – Tele-Michel erinnern können. Den Ausblick vom Heaven’s Nest, in luftiger Höhe herab auf Hafen und Elbe, aber als doch sehr viel schöner bezeichnen. „Vor allem auch wegen der ja so gesunden Elb(See)luft.“

Nachdem einige sich die Nasen ob des wundervollen Ausblickes vor Begeisterung an den Glasscheiben scheinbar regelrecht plattgedrückt und entsprechende Spuren hinterlassen zu haben scheinen, sitzen bereits früh am Abend bis spät in die Nacht auch mal lustige Grüppchen von Kegelclub-Damen und anderen plaudernd bei Aperol Sprizz und Nachos zusammen. Auf stylischen Sitzmöbeln oder Sunbeds, angelehnt oder gemütlich gelümmelt in weiche Kissen. Das Smartphone immer griffbereit, um schnell doch noch einmal das ein oder andere (weitere) Selfie mit Hafenhintergrund zu schießen. Und vielleicht hier oder dort schnell social zu posten.

Pudelwohl | Wohlfühlen | Hamburg | von oben | Heaven's Nest Sunbed

Mag man es etwas ruhiger (oder sich auch etwas abgrenzen) kann man sich in der abgetrennten Moet Bar auch für jeweils 4 Personen Sunbeds reservieren. Diese ist allerdings gebunden an einen gemeinsamen Mindestumsatz von 150 Euro. Welcher aufgrund des (Höhen)Preisgefüges bei nicht ganz so vielen Drinks aber  schnell erreicht sein dürfte. Sicherlich nicht jedermanns/-fraus Sache. Hierzu möchte ich aber bemerken, dass es sich wirklich lohnt! Gemütlich mal einen Abend auf großen Sunbeds vertraut nebeneinander liegen, bei Kerzenschein ohne störende Lichtreflexionen mit einem wundervollen Blick auf Michel, Speicherstadt und Elbphi. Nächtlich hübsch illuminiert. Umsorgt von zuvorkommendem und freundlichem Servicepersonal. Sich lauschig und entspannt einfach mal so richtig pudelwohl fühlen.

 

Campari Lounge

Etwas weniger Sightseeing-touristisch angehaucht. Etwas lässiger und das Publikum etwas stylischer. Weil auch die Lange Reihe sowie die anschließende Barcastraße natürlich weniger Tourismus-Magneten sind. Neben Anwohnern auch internationales Publikum, dieses vorwiegend aus dem darunterliegenden wunderschönen Designhotel The George.

Pudelwohl | Wohlfühlen | Hamburg | von oben | Alsterblick Pudelwohl | Wohlfühlen | Hamburg | von oben | Alsterblick Tele-Michel

Du sitzt gemütlich auf bequemen Outdoor-Sofas, auf welchen liebevoll eine Vielzahl von Kissen drapiert wurde. Nicht ganz so hoch über den Dächern der Stadt, trotzdem kannst Du auf der Dachterrasse im 7. Stock nach Feierabend einen wunderschönen unverbauten Blick über die gesamte Außenalster genießen. Sowie abendliche Segelregatten aus der Ferne beobachten. Vielleicht auch später zu lauschigem Chill-Out-Sound einen atemberaubend schönen Sonnenuntergang erleben, das spätabendliche Sonnenlicht im Alsterwasser funkelnd.

Insbesondere, wenn man es mal nicht ganz so sehr touristisch mag, ist die Campari Lounge mein absoluter Geheimtipp für einen perfekten Abend mit FreundInnen. Oder für einen romantischen Abend zu zweit.

 

Die Schönheit Hamburgs von ganz oben genießen. Heaven's Nest und Campari Lounge